Enduro DM in Willingen 2017

Unter dem Titel »SCOTT Upland Enduro« wird die Deutsche Meisterschaft 2017 in Willingen ausgetragen und Team Movement ist Teil davon. Mit Maren Brockmann und Wolfgang von Reitzenstein bin ich schon am Freitag vor Ort, sodass wir am Samstag möglichst früh und ausgeschlafen die Stages checken und trainieren können.

Leider verspricht das Wetter am Freitag nichts Gutes, denn es regnet in Strömen. Ja, das wird mit Sicherheit die Stages in eine ähnliche Rutschbahn verwandeln, wie schon im Jahr zuvor. Schon beim letzten Rennen hatte ich meine Schwierigkeiten auf den mit Wurzelteppichen bespickten, aufgeweichten Trails im Sauerland. Das kann ja was werden…

Beste Voraussetzungen

Die Stages sind die gleichen wie auch im Vorjahr, nur anders sortiert. Die Bodenverhältnisse sind wetterbedingt ähnlich, mit anderen Worten sehr anspruchsvoll. Es macht also Spaß! So verbringen wir den Samstag damit, die Schlüsselstellen auf den Stages zu meistern und andere Teilnehmer beim Training zu beobachten. Die Stimmung ist gut, auch schwierige Stellen fahrbar.

Klar, dass wir auch mal über das Bike-Festival schlendern, schauen, was es alles zu kaufen gibt. Auffällig sind die unzähligen zum Testen bereitstehenden E-Bikes, die uns schon im Wald begegnet sind. Ach, wir bewegen uns lieber mit eigener Kraft den Berg hinauf. Trotzdem schenken wir uns das Training auf der letzten Stage, den Wiesenslalom. Dafür kommen wir früher zum Essen, auch eine wichtige Komponente für ein erfolgreiches Rennen am nächsten Tag.

Die Stages in der Übersicht

Der Sonntag beginnt äußerst entspannt mit einem ausgiebigen Frühstück. Die strahlende Sonne lässt uns gut gelaunt zum Rennen und zur ersten Stage starten. Und auf geht`s: zuerst ein paar Tables und Turns auf der Freeride-Strecke – abbiegen, auf den wurzeligen Trail – Kurven – Wurzeln – ahh, immer noch rutschig … Yeah! Die Trails sind trockener als gedacht! Also trete ich noch ein wenig mehr in die Pedale – und … shit. Bodenprobe. War ja klar. Egal, sortieren – und weiter. Die zweite Stage verläuft ähnlich, den Spaß lasse ich mir aber nicht nehmen. Nur auf der dritten Stage passiert mir ein dämlicher Fahrfehler. Gedanklich war ich schon bei der wirklich interessanten Passage (steile, rutschige, wurzelige Kurve) als ich mich ungewollt und plötzlich vom eigentlichen Trail entfernte. Ärgerlich. Das war anders geplant!

So haben wir alle Stages, auch die letzte, dem Wiesenslalom, gut über die Bühne gebracht. Sicherlich wäre noch mehr drin gewesen, aber so ist Enduro. Wenn man noch etwas an den Stages verbessern möchte, dann würde ich mir sicher noch ein paar Gegenanstiege oder Tretpassagen wünschen. In meinen Augen darf das in keinen Enduro-Rennen fehlen.

Resümierend bleibt festzuhalten, dass Maren froh ist, dass sie trotz Verletzung das Rennen überstanden hat, dass Wolfgang und ich zufrieden mit unseren Leistungen sind. Glücklich treten wir die Heimreise an. Es war ein wirklich sehr gelungenes Wochenende.

Und in der Elite? Raphaela Richter wird deutsche Meisterin, bei den Männern fährt der Neuseeländer Joseph Nation auf den ersten Platz. Der zweite Platz geht an Leonhard Putzenlechner, der damit den Meistertitel erhält. Bei den Pro Masters landet Bikebauer Daniel Jahn auf dem ersten Platz.

Wir sagen Glückwunsch und vielleicht sind wir im nächsten Jahr auch wieder dabei!

Grüße Stephan

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